ZUSAMMENGEFASST
- Methode Meridianklopfen löst Blockierungen
- konkretes Anleitungsbeispiel
- externe Links und Literaturtipps zum Thema
Karrierekiller Lampenfieber
In unserer Gesellschaft wird mehr und mehr ein selbstbewusstes und offensives Auftreten erwartet. Wer mithalten will muss in der Lage sein den eigenen Standpunkt ‚immer’ und ‚überall’ klar und deutlich zu vertreten. Lampenfieber gilt als eine der größten Karrierebremsen. Doch forsches Auftreten und Selbstdarstellungskünste gehören nicht automatisch zum Verhaltensrepertoire aller Menschen.
Lampenfieber ist ein sehr verbreitetes Phänomen. Ein Phänomen mit zwei Seiten. Die eine wirkt anregend und motiviert uns zu Höchstleistungen, die andere wirkt blockierend und hemmt uns in unserem Handeln.
Das anstehende Vorstellungsgespräch, der angekündigte Vortrag, Diskussionsrunden, Meetings und auch Partys (Stichwort: Small Talk) können Stress auslösende Situationen sein. Alleine der Gedanke an einen öffentlichen Auftritt kann Schweißperlen produzieren, Münder verkleben und Hände zittern lassen. In diesem verkrampften Zustand ist es kaum möglich einen spritzigen Vortrag zu halten oder eine Sitzung souverän zu leiten.
Die Befürchtung, keinen guten Eindruck zu machen tritt ein.
Doch dieser durch das Lampenfieber hervorgerufene Stress lässt sich mit der höchst wirksamen Methode des Meridianklopfens, der die alte chinesische Kunst der Akupunktur zugrunde liegt, reduzieren.
Bei dieser, mit anderen Verfahren kompatible Methode werden keine Nadeln gesetzt, sondern eine einfache Klopftechnik angewendet. Die betroffene Person ‚beklopft’ mit zwei Fingern ausgewählte Meridianpunkte während sie an die Stress auslösende Situation denkt.
Ziel des Klopfens ist es, die durch den Stress (Lampenfieber) verursachten Energieblockaden, die ihrerseits belastende Gefühle entstehen lassen, wieder aufzulösen. Ist der Energiefluss im körpereigenen Energiesystem wieder hergestellt, kommt unser Organismus wieder ins Gleichgewicht und die belastenden Gefühle verschwinden.
Die Wirkung dieser Methode ist höchst eindrucksvoll. Plötzlich sind Menschen, die jahrelang schon bei dem Gedanken an die nächste Vorstandssitzung mit Stresssymptomen reagierten in der Lage bei öffentlichen Auftritten zu brillieren.
Selbsthilfe bei emotional herausfordernden Situationen
Vielleicht finden Sie den Gedanken, bei Aufgeregtheit auf bestimmte Punkte Ihres Körpers zu klopfen befremdlich und können sich nicht vorstellen, wie dieses Klopfen Ihre Gefühlslage positiv beeinflussen sollte. Vielleicht tippen Sie sich sogar gerade mit dem Zeigefinger an die Stirn und denken, das ist der einzige Punkt den ich ‚klopfe’. Vielleicht sind Sie auch experimentierfreudig und überwinden Ihre Skepsis und probieren die Klopftechnik aus.
Beispiel: Opernstar Annette Dasch klopft Lampenfieber weg (Quelle: 3nach9)
www.radiobremen.de/mediathek/index.html?id=026138
Was heißt Meridianklopfen konkret?
Die Ursache von belastenden Gefühlen – zum Beispiel Lampenfieber – ist eine Blockierung im körpereigenen Energiesystem. Diese Energieblockaden werden durch das Klopfen spezifischer Meridianpunkte aufgelöst.
- Zum Klopfen der angegebenen Meridianpunkte (siehe unten) nehmen Sie zwei Finger, zum Beispiel Ihren Zeige- und Mittelfinger und klopfen auf die angegebenen Körperstellen, zum Beispiel auf der Stirnmitte, etwas oberhalb der Augenbraue,
- Klopfen Sie so, dass es Ihnen angenehm ist (von sanft bis kräftig)
- Klopfen Sie gleichmäßig, schnell oder langsam oder auch rhythmisch, probieren Sie aus, was Ihnen angenehm ist.
- Klopfen Sie 5-10 Mal auf jeden Punkt, wechseln Sie die Hände
- Alternativ können Sie auch die einzelnen Punkte nur leicht berühren oder leicht massieren.
Meridianklopfen ist eine schon seit mehreren Jahren erfolgreich angewendete Selbsthilfetechnik. Die hier vorgestellte Technik kann jedoch keine professionelle psychologische Unterstützung oder Begleitung durch einen in Energetischer Psychologie ausgebildeten Coach ersetzen. Wer diese Methode anwendet, tut dies in eigener Verantwortung.
Ausgewählte Klopfpunkte bei Lampenfieber
15 = S: auf der Stirnmitte, zwischen der Augenbraue
4 = UN: unter der Nase
5 = UL: unter der Unterlippe
16 = B: in der Mitte der Brust, auf dem oberen Drittel des Brustbeins
Sie finden die einzelnen Punkte im Schaubild und können sich mit ihrer jeweiligen Lage vertraut machen.
Nun wird es konkret:
1. Schritt
Denken Sie an eine Situation, die Ihnen Lampenfieber verursacht: Prüfung, Vortrag, Präsentation, Party Small Talk, Sitzungs-Leitung, Vorstellungsgespräch oder einen anderen öffentlichen Auftritt.
Beschreiben Sie die ausgewählte Situation möglichst konkret.
2. Schritt
Wie sehr stresst Sie die ausgewählte Situation, beispielsweise die anstehende Präsentation? Stufen Sie den Stress, den Ihnen die anstehende Präsentation im Moment bereitet auf einer Skala von 0 bis 10 ein. Dabei steht 0 für keinen Stress und 10 für maximalen Stress.
3. Schritt
Massieren Sie mit zwei bis drei Fingern den sogenannten ‚Wunden Punkt’, auch Selbstakzeptanz-Punkt genannt. Der Punkt liegt auf der linken Körperseite im oberen Brustbereich, ca. acht Zentimeter unterhalb des Schlüsselbeins. Dieser Punkt ist oftmals sehr berührungsempfindlich. Während Sie diesen Punkt leicht massieren sprechen Sie dreimal den Satz der Selbstakzeptanz: „Ich akzeptiere mich voll und ganz, auch wenn ich...(Kurzbeschreibung Ihres Problems, z. B. Angst vor der anstehenden Präsentation) habe.“
Alternativ können Sie auch den Handkantenpunkt (HK) (vgl. Schaubild Punkt dreizehn), klopfen.
Anmerkung:
Selbstakzeptanzstrategien, wie die oben genannte wirken stress reduzierend, unterstützen das Selbstbewusstsein und lösen energetische Polaritätsumkehrungen auf. Dadurch bieten sie die Basis für das Gelingen des Meridianklopfens.
Artikel: Meins, meins, meins (Quelle: DER SPIEGEL 37/2009)
Weltmeisterin Britta Steffen und ihre Mentaltrainerin Friederike Janofske über Therapie im Trancezustand, Rituale auf dem Startblock und den Wandel der ängstlichen Schwimmerin zum Wasserwesen.
www.spiegel.de/spiegel/print/d-66803967.html
4. Schritt
Entscheiden Sie sich nun für einen (kurzen) Erinnerungssatz, z. B. „Meine Angst vor der anstehenden Präsentation“. Klopfen Sie nun (wie weiter oben beschrieben) die einzelnen Punkte und denken dabei an Ihr Thema (z. B. die Angst vor der Präsentation) und/oder sprechen Ihren Erinnerungssatz laut aus:
S: auf der Stirnmitte, oberhalb der Augenbraue
UN: unter der Nase
UL: unter der Unterlippe
B: in der Mitte der Brust, auf dem oberen Drittel des Brustbeins
Wiederholen Sie diese Klopfsequenz noch einmal.
5. Schritt
Schließen Sie einen Moment die Augen und spüren Sie, wie Sie sich jetzt, in diesem Augenblick in Bezug auf Ihr Thema fühlen. Wo auf der Skala von 0 bis 10 liegt der Stresslevel nun? Wählen Sie spontan.
6. Schritt
Massieren Sie nun erneut den ‚Wunden Punkt’ und/oder klopfen den Handkanten-Punkt und sagen diesmal einen etwas modifizierten Satz der Selbstakzeptanz: „Ich akzeptiere mich voll und ganz, auch wenn ich mein Problem (Problem/Thema beschreiben: z. B. meine Angst vor der Präsentation) noch nicht ganz verloren habe.“
7. Schritt
Wiederholen Sie Schritt vier.
8. Schritt
Schließen Sie einen Moment die Augen und spüren Sie, wie Sie sich jetzt, in diesem Augenblick in Bezug auf Ihr Thema fühlen. Wo auf der Skala von 0 bis 10 liegt der Stresslevel nun?
Wählen Sie spontan.
Ist Ihr Stresswert noch nicht gesunken, massieren Sie noch mal den ‚Wunden Punkt’ (oder den Handkantenpunkt) während Sie folgenden Satz der Selbstakzeptanz sagen: „Ich akzeptiere mich voll und ganz, auch wenn bei diesem Thema/Problem... ( z. B. Angst vor der anstehenden Präsentation) mein Stresswert noch bei ...( Wert benennen) liegt.“
Wiederholen Sie die Schrittfolge in den nächsten Tagen. Haben Sie etwas Geduld. Manchmal erfolgt sofortige Wirkung, manchmal sind einige Klopfsequenzen notwendig bis eine Veränderung verspürt wird
und manchmal ist es auch nötig das Thema / das Problem konkreter zu benennen, bzw. die einzelnen Facetten des Problems herauszuarbeiten. So können bei der hier vielfach zitierten „Angst vor der anstehenden Präsentation“ eine Vielzahl von unangenehmen Gefühlen mitschwingen, z. B. die Angst zu erröten, die Angst zu stottern, die Angst mit zittriger Stimme zu sprechen, um nur einige mögliche Facetten zu nennen.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen.
Zum Abschluss noch zwei Literaturtipps
Fred P. Gallo & Harry Vincenzi, gelöst – entlastet – befreit, Kirchzarten: VAK
Reto Wyss, Stress überwinden mit EFT, AT Verlag
