ZUSAMMENGEFASST
- Beratungs-Beispiel von Frau Beyer – weniger ist manchmal mehr
- nur auf passende Stellen bewerben
- passgenauer Lebenslauf und individuelles Anschreiben für jedes Inserat
„Ich bewerbe mich auf jedes, wirklich jedes Inserat!“ Klaudia Beyer, 37 Jahre, Betriebswirtin
Weniger ist manchmal mehr
Die Betriebswirtin Klaudia Beyer (37) arbeitet bei einer mittelgroßen Speditionsfirma. Ihr befristeter Arbeitsvertrag läuft in fünf Monaten aus. Seit drei Monaten sucht sie aktiv nach einer neuen Stelle. Bisher wurde sie noch nicht einmal zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Desillusioniert und mit angeschlagenem Selbstvertrauen kommt Frau Beyer in die Bewerbungsberatung.
„Ich habe mich während der vergangenen Wochen auf jedes, wirklich jedes Inserat beworben, das ’irgendwie’ zu meiner Qualifikation passt.“
Das Auswahlkriterium Interesse
Ich versuche Frau Beyer zu motivieren, ihre Bewerbungsstrategie zu modifizieren und sich nur noch auf die zu ihrem Qualifikationsprofil passenden Stellen zu bewerben, die sie wirklich interessieren.
Individuell und passgenau
Frau Beyer ist skeptisch, will das Experiment dennoch wagen.
Zu dem Experiment gehört auch, dass Frau Beyer für jedes ausgesuchte Inserat einen passgenauen Lebenslauf und ein individuelles Anschreiben formuliert. Auch dieses Vorgehen findet sie etwas sonderbar und zudem arbeitsintensiv.
Zum nächsten Termin bringt Frau Beyer drei Angebote und die darauf ausgerichteten Bewerbungsunterlagen mit. Sie hat zu diesem Zeitpunkt ihre Zweifel gegenüber diesem Vorgehen noch nicht verloren. Gleichzeitig hat sie die Aufgabe konsequent erfüllt.
Gemeinsam analysieren wir ihre Unterlagen und optimieren sie in einzelnen Punkten. Danach sind die Unterlagen von Frau Beyer adressanten- und absendergerecht aufbereitet.
Strategischer Hürdenlauf
Nach drei Wochen ruft Frau Beyer an, um mir mitzuteilen, das sie eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen habe.
Die erste Hürde auf dem Weg zu einem neuen Arbeitsplatz hat Frau Beyer somit erfolgreich genommen. Nun gilt es, auch die zweite Hürde, das Vorstellungsgespräch, zu bewältigen.
Sie sei schon sehr gespannt auf meine, nach ihrem Dafürhalten etwas wunderlichen Vorschläge, lässt mich Frau Beyer wissen, als wir abschließend einen Termin zur Vorbereitung des Bewerbungsgespräches vereinbaren.
